Georg Thieme Verlag KG
Klinik Einkauf

Start-Up CornerCliniserve im Blitzlicht

Mit ihrer Aufgaben-Kommunikationssoftware will Cliniserve Mitarbeitende in der Pflege entlasten. Seit 2018 arbeitet das Team daran, dass mehr Zeit in den direkten Patientenkontakt fließt.

Start-Up Corner Cliiniserve GmbH
Cliniserve GmbH/Thieme Gruppe

Das Cliniserve-Gründerteam (v.l.n.r.): Jaakko Nurkka (CTO), Julian Nast-Kolb (COO) und Quirin Körner (CPO).

Was macht ihr und welches Problem löst ihr damit?

Cliniserve bietet eine Softwarelösung für den Pflegeengpass. Pflegekräfte können nur noch 15 Prozent ihrer Zeit für die Patientenfürsorge aufbringen und übernehmen stattdessen Haushaltstätigkeiten, doppelte Wege und unnötige Kommunikationsflüsse – was den Personalengpass verschärft.

Unsere Aufgaben-Kommunikationssoftware ermöglicht durch Automatisierung und Delegierung wieder mehr Zeit für Patienten, während Lücken im Schichtplan durch Personaldisposition besser passend gefüllt werden.

Wer hatte die Idee und wieso?

Die Idee entstand aus Pflegepraktika der Gründer, durch die offensichtlich wurde, dass Pflegekräfte Unterstützung im Alltag benötigen.

Wer gehört zum Gründerteam?

Zum Gründerteam gehören Julian Nast-Kolb (CEO), Jaakko Nurkka (CTO) und Quirin Körner (CPO).

Wo lagen die größten Hürden?

Wir sind immer noch der erste mobile Begleiter der Pflege im Markt – anfangs stießen wir damit mangels WLAN und Mobilfunkabdeckung auf infrastrukturelle Hindernisse. Durch ein detailliertes Start- und Change-Management-Konzept und Infrastrukturfortschritte, können wir nun unter fast allen Rahmenbedingungen starten.

Wie steht es um die Finanzierung des Projekts und wie sieht das Geschäftsmodell aus?

Primär finanzieren wir uns durch Lizenzgebühren unserer Kunden (Krankenhäuser, Reha, Altenpflege). Diese profitieren von gesparter Zeit in der Pflege, die zu besserer Patientenversorgung und höherer Mitarbeiterzufriedenheit führt – ohne initial notwendige IT-Schnittstellen. Zusätzlich schlossen wir 2019 unsere erste private Finanzierung ab. Neue Entwicklungen finanzieren wir teilweise auch durch BMBF- Forschungsprojekte.

Was ist Eure Vision und was sind Eure nächsten Schritte?

Aktuell sprechen wir neben der DACH-Region gemeinsam mit Partnern wie der BEWATEC Kommunikationstechnik GmbH weitere EU-Märkte an – auch KHZG-Förderprojekte geben weitere Impulse. Mittelfristig erarbeiten wir mit unseren Kunden neue Personaleinsatzmodelle und erschließen ab 2023 auch international Märkte. Langfristig wollen wir die Unterstützungssoftware für neue Pflegearbeit in Europa werden.

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