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Testphase

Innovativer Mopp-Roboter putzt am Klinikum Neuperlach

Im Klinikum Neuperlach absolviert „Franzi“, der weltweit erste Putz-Roboter mit Mopp-Funktion, eine dreiwöchige Probezeit und unterstützt das Personal täglich bei der Reinigung wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Städtisches Klinikum München, Standort Neuperlach

Foto: Städtisches Klinikum München

Städtisches Klinikum München, Standort Neuperlach

Der Reinigungsroboter Franziska wird für drei Wochen vom Personal des Klinikums Neuperlach getestet. Laut der Süddeutschen Zeitung hätte die für die Reinigung des Klinikums zuständige Dr. Rettler Service GmbH den Roboter von der Kenter GmbH zur Verfügung gestellt bekommen, dem größten deutschen Handelshaus für Reinigungstechnik. In Singapur ist Geschäftsführer Rainer Kenter auf das Modell gestoßen.

Franziska ist ein Leomop, ein Reinigungsroboter, der in Kliniken und Pflegeeinrichtungen die Reinigungskräfte unterstützen soll. Gegenüber München TV äußerte Constance Rettler, Prokuristin der Dr. Rettler Service GmbH, dass dem Personal mehr Zeit für die Desinfektion bleibe, da der Roboter viele der Reinigungsarbeiten übernehme.

Tatkräftige Unterstützung bei der Bodenreinigung

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Franziska im Klinikum Neuperlach für die Böden im Eingangsbereich zuständig sei, was einer Fläche von 400 Quadratmetern entspreche, die normalerweise von 80 Mitarbeitern gereinigt wird. Der zu reinigende Sektor ließe sich per Smartphone festlegen. Der Roboter könne zehn Stunden autonom fahren, bevor er an der Steckdose aufgeladen werden müsse. Sein Vorteil liege außerdem darin, dass er kaum hörbar sei und mit deutlich weniger Wasser auskäme als herkömmliche Reinigungsautomaten.

Der Roboter ist jedoch nicht nur praktisch für das Klinikum, sondern auch äußerst beliebt. Franzi kann neben Wischen auch Small-Talk, rappen, Witze erzählen und einige Fragen beantworten. Steht ihr jemand bei ihrer täglichen Arbeit im Weg, bittet sie denjenigen mit quiekender Stimme darum zur Seite zu gehen. Auf diese Weise hat sie schon das ein ums andere mal Personal und Patienten zum Lachen gebracht.

Noch in der Probezeit

Der in der Robotik auch als Cobot (kollaborative Roboter) bezeichnete Leomop soll 40 000 Euro gekostet haben. Ganz problemlos läuft Franzi jedoch nicht. Ist ein Gegenstand im Weg, müsse ein Mitarbeiter auf Re-Set drücken und in alle Ecken komme Franziska auch nicht. Nach der Testphase soll entschieden werden, ob dem Klinikum Neuperlach der Leomop die Investition wert ist. 

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