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Skandi NetworkErstes europäisches Netzwerk für temperaturgeführte GDP-Transporte

Sieben auf die Healthcare-Logistik spezialisierte Transportdienstleister haben sich zum ersten europäischen Netzwerk für aktiv temperaturgeführte GDP-Transporte unter dem Namen Skandi Network zusammengeschlossen.

Eurotranspharma-Flotte
Skandi Network

Die Spezialflotte von Eurotranspharma, eins der sieben Mitglieder des Skandi Networks.

Unter dem Namen Skandi Network haben sich sieben auf die Healthcare Logistik spezialisierte Transportdienstleister in einer europäischen Allianz zusammengeschlossen. Damit knüpfen sie das erste internationale Netz, das sich ausschließlich auf Sendungen für die Healthcare-Branche konzentriert und diese temperaturgeführt nach den EU-GDP-Vorgaben für Arzneimittel transportiert.

Transparenz durch gemeinsame Bedieneroberfläche

Laut Paul Wilkinson, Präsident des britischen Skandi-Mitglieds Movianto UK, ist das Collaborative Information Platform System (CIPS) einer der wichtigsten Vorzüge der Allianz. Die Aufgabe von CIPS ist, alle Daten internationaler Sendungen aus den IT-Systemen der Skandi-Mitglieder abzugreifen und sie über eine gemeinsame Bedienoberfläche zugänglich zu machen. Die Informationen sollen sowohl auf Sendungs- wie auf Packstückebene abrufbar sein. Die Information darüber, wo eine Sendung ist, wo sie hingeht und in welchen Temperaturbereich sie gehört, ist überdies eine Voraussetzung, um die angestrebte Sendungskonsolidierung umzusetzen. Die Informationen sollen in jedem der zehn strategischen, regionalen Konsolidierungsknoten des Netzwerkes multinationale Sendungsbündelung ermöglichen.

Sieben Mitgliedsunternehmen decken 22 Länder ab

Skandi Network unterscheidet sich von bestehenden Transportnetzen dadurch, dass es sich ausschließlich auf Sendungen mit Healthcare-Produkten konzentriert. Dazu gehören etwa Arzneimittel, Diagnostika, Medizinprodukte oder Impfstoffe. Sie werden sowohl an Krankenhäuser, Apotheken, Pharmagroßhändler, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Labore, aber auch an Heimpatienten oder Pharmavertreter geliefert. Die meisten dieser Produkte sind temperaturempfindlich und benötigen eine kontrollierte Temperaturführung in den Bereichen 2 bis 8, 15 bis 25 oder sogar minus 25 Grad Celsius. Skandi Network wird sich auf Pakete und Sendungen mit bis zu fünf Paletten konzentrieren.

Im Skandi Network haben sich folgende sieben Unternehmen zusammengeschlossen (in Klammern die Länder, die von ihnen bedient werden): Arra Group (Polen), BHS Logistics (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen), BL Turkey Biopharma Logistics (Türkei), Eurotranspharma (Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Spanien, Tschechien und Slowakei sowie über Partner auch Deutschland, Österreich und Slowenien), Movianto UK (Großbritannien), PHSE (Italien), Rangel Logistics Solutions (Portugal). Damit können Mitglieder des Skandi Networks von Beginn an 22 Länder abdecken.

Jährlich werden 15 Millionen temperaturgeführte Sendungen transportiert

Ziel ist es, bis spätestens Ende 2025 mit Mitgliedern den Service in 36 Ländern anbieten zu können. Schon heute haben die Mitglieder der Allianz mehr als 4000 Beschäftigte, sie steuern 4780 Fahrzeuge mit aktiver Temperaturführung, betreiben an zehn strategischen Punkten regionale Konsolidierungsknoten, 165 temperaturgeführte Depots and transportieren jährlich fast 15 Millionen temperaturgeführte Sendungen.

Für einen weltweiten Sendungsaustausch unterstützen sich Life Logistics Network und Skandi Network gegenseitig als „Supporting Partner”. Life Logistics Network ist ein weltweiter Zusammenschluss von Speditionen mit Pharma-Schwerpunkt, die durch die Partnerschaft Zugang zum Skandi Network erhalten.

Bis 2050 soll das Ziel von Null CO2-Emissionen erreicht werden

„Eines der strategischen Themen von Skandi Network und einer der Hauptgründe für seine Gründung ist Nachhaltigkeit”, fügt  Nuno Rangel hinzu. Er ist CEO der portugiesischen Rangel Logistics Solutions. Die Mitglieder von Skandi Network können laut Rangel zwei große Nachhaltigkeitsziele erreichen und zwei konkrete nachhaltige Vorteile anbieten. „Unser erstes Ziel ist zu untersuchen, was realistische Lösungen für nachhaltige Kraftstoffe, Fahrzeuge und Kühltechnik sein können. „Das zweite Ziel sei „einen Nachhaltigkeitsfahrplan zu entwerfen, der die erfolgreichsten Schritte von Mitgliedern zusammenführt, um im Skandi Netz bis 2030 die CO2-Emissionen entsprechend dem Pariser Klimaschutzabkommen zu senken und spätestens bis 2050 das Ziel von Null CO2-Emissionen zu erreichen.”

Neben solchen Best-Practice-Modellen, neben der Anwendung von CIPS bietet die Zusammenarbeit im Skandi Network zwei nachhaltige Vorteile. Erstens soll die Kombination nationaler und  (neuer) internationaler Sendungen zu höherer Transportbündelung auf der Langstrecke und zu einem höherer Drop-Faktor führen (Menge die bei einem Empfänger zugestellt wird). Zweitens erübrigt sich durch die aktive Temperaturführung im Skandi Network die Produktion, Transport und gegebenenfalls Rückführung von Passiv-Verpackungen, die ansonsten zu höheren Transportgewichten, zusätzlichen Rücktransporten sowie höheren Entsorgungskosten führen.

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