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KommissioniererStart für vollautomatisches Arzneimittellager am Uniklinikum Minden

Die Zentralapotheke der Mühlenkreiskliniken am Universitätsklinikum Minden hat einen neuen Kommissionierer. Er liefert stündlich bis zu 1200 Arzneimittel aus.

Vollautomatisches Arzneimittellager Uniklinikum Minden
Mühlenkreiskliniken

Von der Decke bis zum Fußboden. 30 000 Medikamentenpackungen finden in dem neuen Kommissionierer Platz.

Die Zentralapotheke der Mühlenkreiskliniken am Universitätsklinikum Minden versorgt die Krankenhäuser in Lübbecke, Rahden und Bad Oeynhausen mit den notwendigen Arzneimitteln. Täglich pendeln Transporte zwischen den Krankenhäusern der Mühlenkreiskliniken hin und her, um die zeitnahe Versorgung mit Arzneimitteln zu gewährleisten. Um den Prozess zu beschleunigen, gibt es nun einen neuen Kommissionierer (Carryfix Pusher), der mit einer Geschwindigkeit von rund 30 km/h durch das etwa zehn Meter lange und drei Meter hohe Hochregallager der Zentralapotheke fährt.

Fehlerquellen entfallen

Von den mehr als 30 000 vorrätigen Medikamentenpackungen können stündlich bis zu 1200 Arzneimittel aus dem riesigen Sortiment vollautomatisch und rasch ausgeliefert werden. Stationen haben die Möglichkeit, benötigte Medikamente zu bestellen, wobei der Kommissionierer diese in kürzester Zeit zum Abtransport bereitstellt. Suchen, aufwändiges Entziffern von Anforderungslisten oder sonstige Fehlerquellen entfallen. „Mit dem digitalen Bestellsystem ist jede Verwechslung oder Falschbestellung von vornherein ausgeschlossen“, sagt der Medizinvorstand der Mühlenkreiskliniken Dr. Jörg Noetzel. Durch den Automaten können die Kapazitäten deutlich erhöht und eine zeitgerechte Bereitstellung auch größerer Arzneimittelmengen sichergestellt werden.

Etwa 1 000 verschiedene Arzneimittel können durch den Kommissionierer ausgeliefert werden. Etwa noch mal so viele Produktarten liegen im Apothekenlager. Das sind entweder Produkte wie Infusionen, die aufgrund ihrer Größe nicht in den Automaten passen, oder Arzneimittel, die so häufig und in so großer Stückzahl angefordert werden, dass die Befüllung des Kommissionierers zu aufwändig wäre.

Optimale Lagernutzung gewährleistet

Der Kommissionierer füllt die Regale selbstständig auf. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Apotheke müssen einzig den Barcode eines Arzneimittels einscannen und schon sucht der Kommissionierer ein geeignets Fach. Alle Packungen des Medikaments werden nun an diesem Ort abgelegt, wodurch eine optimale Nutzung des Platzes gewährleistet wird. Eine anderweitige Sortierung nach Alphabet oder Wirkstoffen, wie sie früher in Apotheken üblich war, ist hinfällig.

Auch bei einem Ausfall des Kommissionierers ist die Versorgung weiterhin sichergestellt. Der Lagerort wird automatisch gesichert und kann jederzeit händisch abgerufen werden, wodurch die entsprechenen Medikamente jederzeit ohne großes Suchen gefunden werden können.

Mittelfristig kann sich der Apothekendirektor Dr. Florian Immekus noch weitere Kooperationen vorstellen. So könnten zukünftig noch weitere Krankenhäuser und Reha-Zentren zuverlässig und schnell mit Arzneimitteln versorgt werden.

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