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Erfahrungsbericht

Transporte im Krankenhaus per Mausklick organisiert

Transporte innerhalb des Krankenhauses sollen termintreu, ressourcensparend und transparent für alle Beteiligten sein. Die Alb Fils Kliniken haben es deshalb mit der vollautomatischen Disposition versucht.

Laptop

Fotolia (LosRobsos)

Symbolfoto

Seit November vergangenen Jahres ist eine spezielle Software im Einsatz, die die Transporte selbständig steuert. Jetzt werden Patiententransporte, leere Betten und Materialien nicht mehr per Telefon, sondern per Mausklick angefordert. Wo in der Klinik am Eichert früher der Transportdienst per Telefon gerufen wurde, genügen heute dank der neuen Software wenige Mausklicks. Die Erwartungen an das neue System waren hoch: kürzere Patientenwartezeiten, einsehbare Transporttermine in Echtzeit, eine schnelle Erreichbarkeit und optimale Auslastung des Transportdienstes hatten die Projektinitiatoren zuvor als Ziele formuliert. Mithilfe der Software „Logbuch“ sollten die täglich bis zu 550 anfallenden Aufträge der Klinik am Eichert schnell und termingerecht erledigt werden, ohne dass eine Leitstelle die Aufträge manuell verteilen muss.

Die Auftragsverteilung der Patienten- Transporte erfolgt nunmehr über eine vollautomatische Leitstelle, die sämtliche Funktionsbereiche und Stationen miteinander vernetzt und so alle Informationen in Echtzeit bereithält. Einen Transport beantragen die Mitarbeiter der Stationen über PC mittels weniger Mausklicks über einen Fremdaufruf aus dem Krankenhausinformationssystem, welches per Schnittstelle an das Logbuch (Dynamed) angebunden ist. Patient und Transportart (Bett, Rollstuhl oder selbständig gehen) und Zielort werden ausgewählt. Anschließend ergänzt der zuständige Funktionsbereich, in dem die Behandlung stattfinden soll, den Auftrag um den gewünschten Termin.

Aufträge per App empfangen

Das System weist den Auftrag im Anschluss automatisch und unter Berücksichtigung der benötigten Transportzeit einem Transportmitarbeiter zu. Die Transportmitarbeiter wurden mit Mobilgeräten ausgestattet, welche die Aufträge in einer App empfangen und die genauen Transportdaten angezeigt bekommen. Dabei beachtet die Software nicht nur festgelegte organisatorische und technische Rahmenbedingungen, sondern auch aktuelle Einsatzinformationen wie den letzten Standort, die Art des Transportmittels und sogar die Gesamtwegestrecke des Mitarbeiters pro Tag.

Mit dem Auftrag an den Transporteur meldet das System auch der Pflegekraft zurück, wann genau der Transportmitarbeiter eintreffen wird. Der Patient kann entsprechend vorbereitet werden – es entstehen keine Wartezeiten oder Verzögerungen. Zusätzlich erhält auch die Funktionsabteilung einen Hinweis, wann genau der Patient eintreffen wird. Die Untersuchung kann präzise terminiert werden. Führt der Transporteur den Auftrag aus, meldet er Beginn und Ende seines Auftrags über sein mobiles Gerät zurück. Damit ist das System immer auf dem aktuellen Stand. Weitere Aufträge können disponiert werden.

Neue Funktionen in Arbeit

Aktuell wird die Software Logbuch bei den Alb Fils Kliniken für weitere Einsatzgebiete vorbereitet. So wird beispielsweise noch in 2019 das Abholen von zu reinigenden Betten integriert, außerdem die Steuerung der Reinigungskräfte zur nächsten Zimmerreinigung.Mit dem neuen System starten bei den Alb Fils Kliniken die Tertiärbereiche des Krankenhauses in die digitale Welt.

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  • Patiententransporte
  • Alb Fils Kliniken
  • Software Logbuch

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