MedizintechnikGerman Innovation Award prämiert MedTech-Branche

Der German Innovation Award zeichnet in diesem Jahr viele Technologien in der Medizintechnik aus. Zu den Preisträgern gehört auch MIA Medical Information Analytics, ein Medizincontrolling Start-Up, das Gold in der „Excellence in Business to Business“-Kategorie gewann.

Gold German Innovation Award MIA
Rat für Formgebung Medien GmbH
Die Auszeichnung für MIA Medical Information Analytics nahmen entgegen (von links nach rechts): Claudia Horn, Claudia Hobohm, Mathias Steinkopff, Esther Mangler.

Eine Reihe zukunftsweisender Innovationen zur medizinische Patientenversorgung wurden beim diesjährigen German Innovation Awards ausgezeichnet, der seit 2018 vom Rat der Formgebung branchenübergreifend in 40 Kategorien aus dem B2B- und B2C-Sektor verliehen wird. Das Ziel: diese Technologien effizienter und sicherer zu gestalten. Besonders viele Auszeichnungen verlieh die Jury dieses Jahr in den Kategorien „Building & Elements“, „Machines & Engineering“ sowie „Medical Technologies“.

Unter anderem konnte das seit 2019 existierende Rhenus Start-up MIA Medical Information Analytics MIA eine Gold-Auszeichnung in der Kategorie „Excellence in Business to Business“ für ihre Kodiersoftware einheimsen, die automatisierte Prozesslösungen für das Gesundheitswesen anbietet.

Krankenhäuser wenden viel Zeit für die Abrechnung erbrachter Leistungen auf, die korrekte Fallkodierung ist anspruchsvoll. Dort setzt MIA mit ihren KI-gestützten Serviceleistungen an. Die Digitalisierung der Kodierung ermöglicht eine größere Fallsicherheit in Krankenhäusern. Die sensiblen Daten werden im ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum im nordrhein-westfälischen Holzwickede nach Tier3-Standard aufbewahrt.

Der MIA Coder schlägt fallbezogene Kodierungen vor, die die Bearbeitung flexibler und zeitsparender gestalten. Die Umwandlung der extrahierten Daten in Abrechnungskodes und die automatisierte Rückschreibung ins Krankenhausinformationssystem eliminieren mögliche manuelle Fehler.

Ebenso erhielt die KaVo Dental GmbH für ihre richtungsweisende Entwicklung zur Kariesfrüherkennung eine Gold-Auszeichnung. Das Unternehmen bietet das einzige Full HD-Aufnahmegerät an, das drei klinisch relevante Bilder in weniger als einer Sekunde erstellt und insbesondere im Rahmen der Kariesfrüherkennung einen neuen Gesamtüberblick erlaubt – und das in Full HD-Auflösung ohne Röntgenstrahlung.

Weitere Gewinner aus der Medizintechnik-Branche

  • AliveCor: Hat ein EKG-Gerät mit sechs Kanälen entwickelt, das mehr Herzrhythmusstörungen erkennt als jedes andere verfügbare Gerät. 
  • Apium Additive Technologies GmbH: Patientenspezifische Implantate, die auf einem 3D-Drucker hergestellt werden. Damit reduziert sich die Infektionsrate der Patientinnen und Patienten und die Herstellungskosten reduzieren sich, da weniger Material benötigt wird.
  • Hemotune AG: Vertreibt eine Blutreinigungsplattform, die auf einem nanostrukturierten magnetischen Adsorbermaterial beruht. Das Geräte ermöglicht es gleichzeitig verschiedene krankheitsrelevante Substanzen mit höchster Präzision und Effizienz direkt aus dem Patientenblut zu entfernen.
  • MedTec Medizintechnik GmbH: Stellt MBST-Kernspinresonanz-Therapiegeräte zur Behandlung von muskuloskelettalen Beschwerden, Verletzungen und Erkrankungen zur Verfügung. Die Neuentwicklung der technologischen Komponenten ermöglicht die Erweiterung von Indikationsbreite und Wirkvolumen.

Der Medtech Sektor zählt laut dem Rat für Formgebung und Jury zu den besonders dynamischen Branchen, die gerade in den vergangenen Jahren bedeutende technische Fortschritte gemacht haben. Mittlerweile erzielt die MedTech-Branche rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten beziehungsweise Verfahren, die nicht älter als drei Jahre sind. Den größten Einfluss hat dabei zweifelsfrei die Digitalisierung, die smarte Ansätze für Diagnose- und Behandlungsmethoden hervorbringt.

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