InvestitionsgüterSpectaris bietet Fach-Plattform zum Austausch

Unter dem Namen „Investitionsgüter im stationären Sektor“ hat Spectaris eine Fachgruppe gegründet. Sie dient dem Austausch zu neuen Vertriebsmodellen oder auch zum Umgang mit Infektionsschutzgesetzen. 

 

Bunte Personengruppe
Jakub Krechowicz/stock.adobe.com
Symbolfoto

Spectaris hat eine neue Fachgruppe mit dem Titel „Investitionsgüter im stationären Sektor“ eingerichtet. Künftige Entwicklungen und Umwälzungen in der stationären Versorgung und die daraus folgenden Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der stationären Gesundheitseinrichtungen können so konstruktiv begleitet werden. 

Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender der Medizintechnik bei Spectaris, erläutert: „Der Krankenhausbereich ist chronisch unterfinanziert und kann nicht überall in gleicher Qualität die Patientenversorgung gewährleisten. Speziell nach den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie haben sich grundlegende Schwachstellen offenbart, die ein Handeln der Politik, insbesondere eine Krankenhausfinanzierungsreform, erforderlich machen. Bisher fehlte eine Plattform, auf der sich die Mitglieder gezielt zu solchen Themen wie auch zu neuen Finanzierungsmodellen für Investitionsgüter, neuen Vertriebsmodellen oder auch zum Umgang mit Infektionsschutzgesetzen austauschen können. Diese Lücke wird nun geschlossen.“

Für den Dezember ist eine  konstituierende Sitzung geplant, in welcher unter anderem die Ergebnisse der neuesten Krankenhausstudie der Unternehmensberatung Roland Berger diskutiert werden sollen. Auch ein enger Austausch mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und dem Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) ist geplant.

Reform kommt zum falschen Zeitpunkt

Die Mitglieder der Fachgruppe halten es für falsch, angesichts der extrem herausfordernden Situation, in denen sich die Krankenhäuser aufgrund der steigendenden Energie- und Lebensmittelkosten, der Personalprobleme sowie der erhöhten Kosten für die Behandlung von Coronapatienten befinden, jetzt eine Reform des DRG-Systems (Diagnosis Related Groups, Diagnosebezogene Fallgruppen) anzustoßen, wie es die Bundesregierung vorgesehen hat.

So wichtig und richtig eine Reform ist, um schrittweise wieder zu einer Daseinsvorsorge mit weniger Umsatzdruck zu kommen, so falsch ist der jetzige Zeitpunkt. „Man erinnere sich nur an die Zeit der Einführung des Fallpauschalensystems in den Jahren 2003 bis 2005, dem daraus resultierenden Bürokratieaufwand und der langen anhaltenden Unsicherheit, die für die Krankenhäuser entstanden ist, um sich auf dieses neue System umzustellen. Die Häuser haben aktuell genug zu tun, um dafür zu sorgen, dass ihre Einrichtungen wirtschaftlich schadlos durch die Energiekrise und einer drohenden nächsten Corona-Welle kommen“, so Leonhard abschließend.

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