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Klinik Einkauf

Stabile FinanzlageEinkaufsgenossenschaft PEG legt Geschäftsbericht 2020 vor

Die PEG hat ein bewegtes Jahr 2020 hinter sich. Neben der Neuaufstellung ihrer Führungsspitze forderte auch die Corona-Pandemie ihr Tribut. Dennoch bilanziert die Einkaufsgemeinschaft ein stabiles Ergebnis, bei dem die negativen Effekte jedoch nicht vollständig kompensiert werden konnten.

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Im Jahr des 50. Firmenjubiläums hatte die erste Einkaufsgemeinschaft für Kliniken PEG mit eingien Herausforderungen zu kämpfen. Insbesondere der weltweite Ausbruch des Sars-CoV2-Virus und den damit einhergehenden Verschiebungen von Operationen, unterbrochene Lieferketten und ausfallende Arbeitskräfte führten zu außergewöhnlichen Belastungen. So kam es zu Umsatzeinbußen in nahezu allen Bereichen, da auch aufgrund der Kontaktbeschränkungen die Fachberatung sowie die PEG Akademie, aber auch die Betriebsrestaurants in den Mitgliedseinrichtungen schließen mussten.

Positive Effekte im Umsatz, die beim Einkauf von Artikeln wie Masken, Handschuhen oder Schnelltests erzielt werden konnten, waren jedoch zusammen mit den schnell verordneten Kosteneinsparungsmaßnahmen wie Kurzarbeit, anteiligem Verzicht des Managements auf Gehalt und Boni sowie der Reduzierung der Vertriebs- und Marketingausgaben nicht in der Lage, den insgesamten Umsatzrückgang der PEG komplett aufzufangen. In der Gesamtbetrachtung bewertet die PEG ihre Finanzlage Ende 2020 jedoch als solide.

Zahlen und Fakten

Die Gesamtleistung der Einkaufgenossenschaft belief sich auf 7 082,3 TEUR und lag damit nur 343,6 TEUR unter dem Vorjahr, was einem Rückgang um 4,63 Prozent entspricht. Auch das Jahresergebnis wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die PEG weist für 2020 einen Jahresfehlbetrag von 620,2 TEUR aus (-71,2 TEUR zu 2019). Corona-bedingt fielen ebenso die Umsatzerlöse geringer aus. Sie sanken um 4,97 Prozent zum Vorjahr auf 6922 TEUR (2019: 7284 TEUR).

Auch das normalisierte EBITDA geriet aus der Spur. Während es 2019 noch +47,4 TEUR betrug, rutschte es 2020 auf -33,6 TEUR ab. Wie intensiv das letzte Geschäftsjahr für die PEG war, zeigt sich nicht zuletzt auch an der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Personalaufwandsquote, die auf 69,9 Prozent hochschnellte (2019: Prozent). Die Personalaufwendungen kletterten auf 5410 TEUR und erhöhten sich um 15,6 Prozent. Dafür blieb immerhin die Anzahl der Lieferantenpartner stabil und erhöhte sich um drei auf 451 im Jahr 2020.

Ausblick

Nach der im vergangenen Jahr bereits eingeleiteten Reorganisation hat die PEG angekündigt, sich zukünftig auf ihre Kernbereiche Einkauf, Service- & Dienstleistungen zu fokussieren und langfristig den Personalkostenfaktor – bemessen am Umsatz – zu senken. Auch wenn ihr Ziel weiterhin der kostengünstigere Einkauf für die Mitglieder ist, plant sie sich von einer reinen Einkaufsorganisation hin zu einer Service- und Dienstleistungsgenossenschaft zu entwickeln.

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