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Bilanz

B. Braun kommt stabil durchs Geschäftsjahr 2020

Der Pharma- und Medizinbedarf-Anbieter B. Braun das Geschäftsjahr 2020 mit einer stabilen Entwicklung abgeschlossen. Während der Umsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr leicht sank, stieg das EBITDA.

B. Braun Melsungen

B. Braun

B. Braun Werkanlage Pfieffewiesen in Melsungen.

Die Corona-Pandemie hat das Geschäftsjahr 2020 des Medizintechnik-Herstellers B. Braun Melsungen unterschiedlich getroffen. Während Umsätze bei Produkten wie Implantaten und medizinischen Standardprodukten wie Infusionslösungen aufgrund der Verschiebung planbarer Eingriffe sanken, stieg die Nachfrage in anderen Bereichen. So kompensierten etwa Pharmaprodukte zur Behandlung von Covid-Patienten, Infusionspumpen und der Sektor Hygienemanagement negative Effekte aus anderen Bereiche. Auch der Produktbereich der Akutdialyse zeigte aufgrund der Pandemie einen deutlichen Umsatzanstieg.

Leichter Anstieg des EBITDA 

Insgesamt hat die B. Braun-Gruppe im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 7 426,3 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 7 471,3 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge stieg im Berichtsjahr von 14,4 Prozent auf 14,9 Prozent an. Das EBITDA betrug somit 1 103,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1 079,1 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 416,1 Millionen Euro (Vorjahr bereinigt: 400,2 Millionen Euro). Seine Nettofinanzschulden hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 zudem deutlich verringert: Sie reduzierten sich um 14,0 Prozent auf 2 537,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2 951,9 Millionen Euro).

Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 waren 64 317 Beschäftigte bei dem Medizintechnikhersteller tätig. Der leichte Rückgang der Mitarbeiterzahl von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (64 585) resultierte aus gezielten Anpassungen und optimierten Abläufen in Produktionen und im Vertrieb einzelner Landesgesellschaften. Das Unternehmen bildet in Brasilien, Deutschland, Frankreich, Malaysia, Polen, in der Schweiz und Vietnam junge Menschen aus. In diesen Ländern befanden sich im Berichtsjahr 1 110 (Vorjahr: 1 105) Personen in einer beruflichen Ausbildung. 360 junge Menschen (Vorjahr: 384) beendeten erfolgreich ihre Ausbildung, und 289 (Vorjahr: 291) haben das Angebot zum Berufseinstieg bei B. Braun wahrgenommen.

Wachstumsstrategie bis 2030

Mit "B. Braun - the next decade" hat der Konzern im Geschäftsjahr 2020 für den Zeitraum bis 2030 einen strategischen Rahmen erarbeitet, welcher das Fundament für weiterhin nachhaltiges Wachstum bilden soll. Um seine Geschäftsaktivitäten auszubauen und zu sichern, hat das Unternehmen 2020 zudem erneut über eine Milliarde Euro in neue Produktionen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert.

In den USA wurden umfangreiche Investitionen an den Standorten in Allentown und Daytona Beach fortgesetzt, so dass erweiterte Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen. Der Ausbau der Kapazitäten im Bereich Pharma - zum Beispiel in Berlin - wurde weltweit fortgeführt; ebenso Erweiterungsprojekte bei Medizinprodukten, wie Infusionsleitungen, intravenösen Zugängen und Zubehör. In Spanien schloss die Sparte Aesculap ein Projekt zur Automatisierung der Nahtmaterialfertigung erfolgreich ab.

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