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Digitalisierter EinkaufTacto erhält Finanzspritze in Höhe von 5,3 Millionen Euro

Das Tech-Start-Up Tacto hat 5,3 Millionen Euro Investorengelder erhalten, um den Einkauf im industriellen Mittelstand zu digitalisieren. Seine KI-basierte Software verwaltet bereits mehrere hundert Millionen Euro Einkaufsvolumen für die Produktion von Medizingeräten bis Fertigungsmaschinen.

Digitalisierung
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Symbolfoto

5,4 Millionen Euro hat das Münchner Start-Up Tacto in einer Seed-Finanzierungsrunde von Cherry Ventures, UVC Partners, Visionaries Club und den Business Angels Hanno Renner (Gründer Personio), Johannes Reck (Gründer GetYourGuide), Michael Wax (Gründer Forto) sowie Torsten Reil (Gründer Helsing) eingesammelt. 

Die von Tacto entwickelte KI-basierte Softwarelösung verschafft Kunden einen transparenten Überblick über ihre Beschaffungsaktivitäten, zeigt strategische Einsparpotenziale und Risiken auf und automatisiert manuelle Aufgaben im Sourcing und der Lieferantenverwaltung. So können der Einkauf und damit die Lieferkette zukunftssicher transformiert werden. Geplant sei es, die erhaltenen Mittel in die Weiterentwicklung der Software und die Expansion zu investieren.

Viele produzierende Unternehmen sind derzeit von massiven Störungen in globalen Lieferketten betroffen. Die Auftragsbücher sind häufig gut gefüllt, doch aufgrund von Materialengpässen kommt die Produktion nicht hinterher. So entstand allein 2021 ein Schaden von mehr als 38 Milliarden Euro. Der Einkauf ist dabei die Schnittstelle zur gesamten Lieferkette eines Unternehmens. Auch muss der Einkauf die pünktliche, qualitätsgerechte, budgetkonforme und nachhaltige Lieferung tausender Teile sicherstellen. Tacto will den industriellen Einkauf daher digital, intelligent und nachhaltig transformieren.

Intelligenter Einkauf

Im Durchschnitt geben Industrieunternehmen rund 50 Prozent ihres Umsatzes für Zukaufteile aus. Da Produkte immer anspruchsvoller und die Lieferketten komplexer werden, muss der Einkauf die pünktliche, qualitätsgerechte, budgetkonforme und nachhaltige Lieferung tausender Teile sicherstellen. Bestehende Tools sind dabei für mittelständische Unternehmen laut Tacto meist zu teuer, die Implementierung dauert zu lange und veraltete Technologien führen zu Unzufriedenheit bei Mitarbeitern.

Matthias Schlotter, Einkaufsleiter bei Schwäbische Werkzeugmaschinen: „Dank der von allen Mitarbeitern zu bedienenden Software bewegen wir uns weg von Excel-basierten Prozessen hin zu einem vollständig digitalisierten Einkauf. Wenige Monate nach der Implementierung konnten wir so bereits starke Einsparpotentiale verzeichnen.“ Laut Christian Meermann, Founding Partner bei Cherry Ventures, könne sich Tacto zu einem Marktführer für Einkaufssoftware in mittelständischen Unternehmen entwickeln – auch, weil das Unternehmen dazu beitrüge, langfristig resilientere Lieferketten herzustellen.

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