Georg Thieme Verlag KG
Klinik Einkauf

Anregiomed-VerbundKlinikum Ansbach mit neuer AEMP

Eineinhalb Jahre hat die Fertigstellung gedauert, ab August ist sie betriebsbereit: die neue Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte auf dem Gelände des Klinikums Ansbach. Sie sorgt künftig für die Sterilgutversorgung der Kliniken des Anregiomed-Verbunds in der Umgebung.

OP-Besteck
Sudok1/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Sterilgutversorgung für die Anregiomed-Standorte Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg und die Praxisklinik Feuchtwangen erfolgt in Zukunft über die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) am Klinikum Ansbach. Die neue AEMP wird zunächst eine Kapazität von etwa 45 000 STE (Sterilguteinheiten) pro Jahr haben. Durch eine Erweiterung der Medizintechnik ließe sich bei steigendem Bedarf die Kapazität jedoch auf 70 000 STE erhöhen.

Zur Durchführung der Medizinprodukte-Aufbereitung wurde die gemeinsame Anregiomed Intruclean Service GmbH (ANIS) gegründet. Diese hatte bereits im Vorfeld den Betrieb der bestehenden Einheiten übernommen, um den Wechsel in den neuen Zentralbetrieb reibungslos zu gestalten. „Die Gesellschaft erbringt alle zur Sterilgutversorgung notwendigen Leistungen, inklusive der Abholung und Zulieferung wiederverwendbarer Medizinprodukte, und das für alle Standorte des Anregiomed-Klinikverbunds“, so Anregiomed Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer. Die Aufbereitung erfolgt ab Ende August vollständig in der neuen Einrichtung am Klinikum Ansbach.

Bau im Detail

Die Gebäude-Bauarbeiten auf dem Gelände im südöstlichen Bereich des Klinikums starteten kurz nach Erteilung der Baugenehmigung im November 2020. Jetzt ist der Neubau komplett fertiggestellt und für den Betrieb eingerichtet. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und einem Teilobergeschoss. Damit entstehen auf der Grundfläche von rund 780 Quadratmetern Arbeitsflächen von etwa 1 120 m².

Im Erdgeschoss erfolgen An- und Auslieferung, Reinigung, Desinfektion, Verpacken und Sterilisation der Medizinprodukte. Außerdem befinden sich dort der Aufenthaltsraum und die Mitarbeiter-Umkleiden. Der Produktionsbereich ist wegen des hohen Technikanteils größtenteils doppelgeschossig. Im Obergeschoss sind Büros, Besprechungsraum, Sekretariat, das Facility Management und die Technik untergebracht. Das Gebäude wurde in sogenannter Hybridbauweise errichtet. Dabei kommen Betonfertigteile, Halbfertigteile aus Beton sowie Holz zum Einsatz. Eine wärmegedämmte Putzfassade sorgt mit unterschiedlichen Putzmustern für einen strukturierten Außeneindruck.

Dr. Gerhard M. Sontheimer sieht in der Inbetriebnahme der AEMP und der damit ersten vollzogenen Systempartnerschaft einen wichtigen Meilenstein. „Weitere werden schon bald folgen, so die Technologiepartnerschaft im Bereich Medizintechnik, für die der Verwaltungsrat in seiner letzten Sitzung am 13. Juli offiziell grünes Licht gegeben hat, und die zum 1. September an den Start gehen wird“, so der Anregiomed-Vorstand.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!