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Neues PilotprojektEthicon und Asklepios testen nachhaltiges Verpackungsdesign

Ethicon und die Asklepios Kliniken Hamburg haben ein weiteres gemeinsames Projekt gestartet. Diesmal geht es um umweltfreundlichere Außenverpackungen von chirurgischem Nahtmaterial.

Teamwork
Fotogestoeber/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Firma Ethicon, ein Geschäftsbereich von Johnson & Johnson MedTech, hat mit den Asklepios Kliniken Hamburg-Harburg und Asklepios Hamburg-Barmbek ein weiteres Pilotprojekt für mehr Nachhaltigkeit im Medizinproduktesektor gestartet. Während bei den ersten beiden Pilotprojekten im Jahr 2021 das Recycling von chirurgischen OP-Einweginstrumenten sowie das Recycling von Sterilverpackungen aus Aluminium für chirurgisches Nahtmaterial im Fokus standen, soll dieses Mal die Außenverpackung von chirurgischem Nahtmaterial so verändert werden, dass sie möglichst umweltfreundlich hergestellt und die darin enthaltenen Rohstoffe wieder in den lokalen Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können.

Fünf bis Sechs Kilogramm Abfall jeden Tag pro Krankenhausbett

Im vergangenen Jahr warnte der Bonner Mediziner Dieter Christian Wirtz vor einer steigenden Umweltbelastung durch Krankenhäuser. In deutschen Kliniken fallen durchschnittlich zwischen fünf bis sechs Kilogramm Abfall jeden Tag pro Krankenhausbett an. Damit einhergehend entstehen für die Klinken enorme Kosten für die Entsorgung, die sich in einem Krankenhaus mit Maximalversorgung pro Jahr etwa auf 800 Euro je Krankenhausbett belaufen können. Daher fordern immer mehr deutsche Kliniken ihre Lieferanten auf, Verpackungen von Medizinprodukten umweltfreundlicher zu gestalten bzw. zu reduzieren. Genau das ist das erklärte Ziel des Pilotprojekts zwischen Ethicon und den beiden Hamburger Asklepios Häusern.

Recycelte Außenverpackungen

Ethicon hat während der Pilotphase eine neue Außenverpackung für chirurgisches Nahtmaterial im OP-Betrieb getestet. Im Vergleich zu der aktuellen Verpackung wird bei der neuen Testverpackung auf eine spezielle Außenfolie, die normalerweise die Außenverpackungen zusätzlich umgibt, verzichtet. Des Weiteren wird der Außenkarton ausschließlich aus recycelter Pappe hergestellt. Während der Pilotphase soll das Asklepios OP-Personal an beiden Standorten das neue Verpackungsdesign hinsichtlich Handling, Qualität und Lesbarkeit von Informationen bewerten und ggf. Verbesserungsvorschläge unterbreiten.

Ob sich das nachhaltigere Verpackungsdesign im Unternehmen als Standard durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Schaut man jedoch auf die ersten beiden Pilotprojekte zurück, so werden beide Konzepte mittlerweile von Ethicon für interessierte Kund*innen in Deutschland und anderen EU-Ländern als Service mit angeboten.

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