
Die gemeinsame Geschäftsführung von EKK plus und Agkamed stellt sich vor. Seit dem 1. Mai hat das Trio, bestehend aus Nils Dehne, Sonja Rüger und Marcel Opperbeck, die Leitung beider Unternehmen inne. Der bisherige Interimsgeschäftsführer Carsten Dürr ist wie geplant aus dem Unternehmen ausgeschieden und hat seine Aufgaben übergeben.
Die neue Geschäftsführung soll durch das Übergangsjahr 2026 führen, in dem beide Gesellschaften noch rechtlich eigenständig bleiben. Sie bilden jedoch bereits eine wirtschaftliche Einheit. Dadurch verfügt die Geschäftsführung über ein einheitliches Weisungsrecht über alle Mitarbeitenden in allen Bereichen. Zum 1. Januar 2027 soll dann die finale gesellschaftsrechtliche Integration abgeschlossen sein.
Erwartungshaltung und Bereichsaufteilung
„Unsere Mitglieder und Vertragspartner haben die berechtigte Erwartung, dass wir uns vor allem mit ihren Anliegen beschäftigen und für nachhaltige Lösungen sorgen“, so die drei Geschäftsführungsmitglieder. „Mit den nun realisierten rechtlichen Voraussetzungen können wir diese Erwartung auch in vollem Umfang erfüllen.“
Die Bereiche Digitalisierung & Lösungen, Einkauf & Beschaffung, Mitglieder & Akquise bilden das gemeinsame Leistungsspektrum. Der Pharmabereich soll zum einen als verlässliche Versorgungsstruktur für die Mitgliedshäuser dienen. Zum anderen hat er das größte Akquisitionspotenzial im Markt. Um die Beratung, Betreuung und Weiterentwicklung von Apotheken gemeinsam zu gestalten, soll künftig noch enger mit dem Pharmabereich zusammengearbeitet werden.
Besonderen Wert legt das fusionierte Unternehmen auf eine hohe Dienstleistungsqualität mit einer eigenständigen und erweiterten Vergabeabteilung. Das sei laut Geschäftsführung ein echtes „Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt“.
Das ist Teil unserer gemeinsamen DNA.
Krankenhäuser sollen sowohl strategisch als auch operativ eingebunden werden. Das sei Teil der gemeinsamen DNA. Außerdem will der Verbund mittels Digitalisierung und Datenerfassung zum Innovationstreiber im Markt werden.
Auch die Stärkung der Kooperationen mit Industriepartnern steht auf der Agenda. Dafür wird es eine eigene Abteilung für das Thema Lieferantenstrategie geben, die unter Kreshnik Vladi bestehende Partnerschaften weiterentwickelt. Gemeinsam mit der Industrie sollen so nachhaltige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Lösungen für das Gesundheitswesen entwickelt werden.
Erste Schritte im Verbund
Am 6. März 2026 wurde der Kaufvertrag zur Übernahme der freien Anteile unterzeichnet. Inzwischen haben laut eigenen Angaben „nahezu alle Gesellschafter der Agkamed einem Anteilstausch zugestimmt“.
„Wir waren in den vergangenen Monaten beeindruckt von der stetigen Konsequenz, mit der beide Teams diesen Prozess gemeinsam gestaltet haben – mit einem klaren Ziel vor Augen und dem Willen erfolgreich zu sein“, erklären die Vorsitzenden der beiden Aufsichtsräte der Agkamed und der GDEKK Achim Neyer und Dr. Thomas Menzel.
Bereits seit Anfang April sind EKK plus und Agkamed als Verbund zusammengewachsen: Gemischte Teams und Abteilungen arbeiten organisationsübergreifend zusammen, die Leitung erfolgt durch ein paritätisch besetztes Leitungsgremium, das gleichberechtigt über strategische und operative Fragen entscheidet. Auch ein erster gemeinsamer Messestand beim DRG-Forum im März wurde organisiert.
Auch räumlich will man mit einem gemeinsamen Standort in Düsseldorf zusammenwachsen. Die EKK plus hat die Räume bereits zum 1. Mai bezogen, im Juli wird Agkamed folgen. Der Standort soll als zentraler Treffpunkt für Mitarbeitende, Mitgliedseinrichtungen und Partner aus dem gesamten Bundesgebiet dienen.






Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen