Der Medizinartikelhersteller Paul Hartmann verzeichnet in seiner Quartalsbilanz Gewinneinbrüche von fast 30 Prozent. Auch das Heidenheimer Unternehmen hat mit den gestiegenen Kosten für Material, Logistik und Energie zu kämpfen.
In Dresden soll ein neuer Gebäudekomplex des Unternehmens Zeiss Digital Innovation entstehen. Der Softwareentwickler für Unternehmen im Gesundheitsbereich schafft über 200 neue Arbeitsplätze.
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck will zukünftig schneller marktreife Medikamente entwickeln. Besonders die umsatzstarken Bereiche der Krebsmedikamente und Multiplen Sklerose liegen im Fokus.
Endosmart wird zum Endes des Jahres 2022 Teil des schwedischen Unternehmens Alleima. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe stellt medizinische Instrumente, Implantate sowie Komponenten aus der Formgedächtnislegierung Nitinol her.
Der Pharmakonzern Novartis überlegt laut Medienberichten sich von zwei Segmenten zu trennen. Die freigesetzten Mittel sollen dann in hochmoderne Medikamente investiert werden.
Nach der Projektinitiation 2021 beteiligt sich im kommenden Jahr auch Deutschland am EU-Projekt IPCEI Health. Die Ampel-Koalition hat dazu 185 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel des Projekts ist, die industrielle Gesundheitswirtschaft europaweit zu fördern.
Um bei möglichen kommenden Pandemien besser vorbereitet zu sein, werden bei der Fritz Stephan GmbH ungenutzte Beatmungsgeräte eingelagert. Nun gab es den Spatenstich für die „nationale Gesundheitsreserve“.
Für die zentrale Sterilgut-Versorgung seiner OP-Säle hat das Universitätsklinikum Tübingen eine neue AEMP eröffnet. Die Anlage ist auf 108 000 Einheiten ausgelegt und setzt auf die digitale Erfassung aller Sets und Siebe.
Zu Beginn des nächsten Jahres kommt es zur Gesamtübernahme der Schölly Fiberoptic GmbH durch die Aesculap AG. Firmengründerin Regula Schölly legt ihr Amt als Geschäftsführerin zum selben Zeitpunkt nieder.
Die Industrie in Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2021 Arzneimittel und Medzintechnik im Wert von 7,5 Milliarden Euro hergestellt. Dies waren 2,9 Prozent weniger als 2020.
Zum Start der Medizinfachmesse Medica blickt die Branche besorgt in die Zukunft. Auch der Industrieverband Spectaris äußerte sich trotz Umsatzwachstum von 3,5 Prozent zurückhaltend und sieht die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit vor allem von kleineren Unternehmen gefährdet.
Zum 02.11.2022 übernimmt der Technologiekonzern Linxens die Mehrheitsbeteiligung am schwedischen MedTech-Unternehmen Nile. Linxens entwickelt elektronische Komponenten unter anderem für den Bereich Gesundheitswesen und erweitert so seine Expertise im Healthcare-Sektor.
Bislang wurden rund 2000 Zertifikate im Rahmen der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ausgetellt. 23000 fehlen noch bis Mai 2024. In einem Schreiben an die EU-Kommission mahnen Verbände und Unternehmen der MedTech-Branche einen „dringenden Handlungsbedarf für den Gesetzgeber“ an.
Die Gewinnmargen von Medizintechnikunternehmen sind im ersten Halbjahr 2022 um durchschnittlich 6,8 Prozent gesunken. Nun muss sich die Branche laut einer Studie sechs zentralen Transformationsprozessen stellen.
Die Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) zeigt die Umsatzentwicklung der Medizintechnik-Branche als leicht erholt. Aufgrund der Kostensteigerungen werden die Gewinne insgesamt jedoch zurückgehen.